Religiöse Unternehmungen 2009



Donnerstag, 11. Juni 2009
Rückblick auf Stadtpfarrfest im Rahmen der Missionale:
hoher Besuch im Suitbertus-Zelt


Auf eine durchaus harte Prüfung stellte der liebe Gott am Donnerstag die Besucher und Veranstalter der Fronleichnams-Prozession und des Stadtpfarrfestes. Denn niedrige Temperaturen, Regenschauer und ein starker Wind setzten den Katholiken rund um Lambertus doch mächtig zu. Aber was ein hartgesottener Kirchenaktivist ist - der wird durch solche Äußerlichkeiten in seinem Engagement und seiner Begeisterung nicht aufgehalten.
Unser Zelt, in dem die verschiedenen Fachbereiche der Schule auf großformatigen Schautafeln unser Schulleben und unsere Schulprojekte präsentierten, scheint eine der zugigsten Ecken des gesamten Terrains erwischt zu haben und war auch ein wenig abgelegen.
Umso mehr freuen wir uns, dass höchster Besuch unseren Stand gefunden und besucht hat: So konnte Schulleiterin Claudia Haupt in unserem Zelt neben anderen Vertretern aus Stadt und Kirche Kardinal  Meisner, Stadtdechanten Steinhäuser und Oberbürgermeister Elbers begrüßen und ihnen unsere Schule etwas näher bringen. Auch etliche Schüler, Eltern und Ehemalige fanden den Weg zu uns und nutzten gerne die Gesprächsmöglichkeit mit den zahlreich versammelten LehrerInnen der Schule. Gefreut hat uns auch der Besuch unserer ehemaligen Schulleiterin Monika Sölch, die längere Zeit in angeregten Gesprächen mit den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen im Zelt verbrachte.
Große Aufmerksamkeit und viel Beifall erhielten die engagierten Rapps von Tobias und N.N. (JgSt 12), die es zwischenzeitlich schafften, viele Vorübergehende zu unserem Zelt zu locken. Interessiert waren etliche Vorbeikommende auch an der CD-ROM "Katholisches Düsseldorf", die in den letzten Wochen als konzertierte Aktion von Schülern verschiedener Jahrgangsstufen und Lernzentrum-Mitarbeitern erstellt worden ist. [Ein Modul dieser CD = Statements von Katholiken an und außerhalb der Schule zur Frage, warum es gut ist, seine Kirche zu haben - können Sie auf der Seite von Christoph Schaefers (JgSt 11) online einsehen, der uns die Technik dazu erstellt hat. (Danke!) Es funktioniert allerdings nur mit sehr aktuellen Browsern.]
Leider konnten die vielen anderen gut vorbereiteten Themen und Materialien unter den witterungsbedingten und eingeschränkten räumlichen Gegebenheiten nicht adäquat präsentiert werden. Dennoch - ein besonderer Tag für das katholische Düsseldorf und für unsere Schule, die ihren Auftritt mit viel Engagement vorbereitet und trotz Wind und Wetter mit Freude durchgeführt hat.

       

 

Missionale Düsseldorf 2009: Kirchenraumerkundung ganz anders
Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 besuchen Ausstellung „so geht katholisch“ in der Franziskanerkirche

Am Freitag, 5. Juni 2009, unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5d gemeinsam mit Herrn Geuß, Frau Massing und drei Müttern eine Exkursion ins Franziskanerkloster an der Immermannstraße. Ziel war die Ausstellung „so geht katholisch“ zu Orten und Symbolen im Kirchenraum. Veranstaltet von der Schulpastoral und der Katholischen Glaubensinformation Fides war sie während der Missionale Düsseldorf 2009 zu sehen.
Gemeinsam mit Elke Chladek (Gemeindereferentin in der Schulpastoral) und Bruder Rafael Dermund OFM wurde der Kirchenraum erkundet. Doch es ging nicht in erster Linie um die Beantwortung von Fragen, vielmehr stand das Erspüren, das Erleben und das Einlassen auf sakrale Orte und Zeichen im Vordergrund. Wie schmeckt „Manna“, wie und an welchem Ort in der Kirche können wir Gottes Gegenwart ganz besonders spüren, was heißt eigentlich „beten“? Was bedeutet „Gemeinschaft“? Und wie fühlt es sich an, sich nach einer Zeit der Stille barfuß dem Tabernakel zu nähern? Ganz so wie es in der Bibel heißt: „Leg deine Schuhe ab, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.“ (Ex 3,5)
Fragen, Fragen, Fragen
Und was wäre eine Exkursion in die Franziskanerkirche ohne mit einem der Brüder ins Gespräch zu kommen? Und so stand Bruder Antonius allen Fragen der Schülerinnen und Schüler Rede und Antwort: Macht es Spaß, im Kloster zu leben? Wie oft beten Sie am Tag? Wie viel Geld muss im Jahr für die Armenküche aufgebracht werden? Können Sie an Gott glauben? Wie ist Ihnen die Idee gekommen, Franziskaner zu werden? Dies und vieles mehr wollten die Schülerinnen und Schüler wissen. Und eines wollten sie auf jeden Fall: Die Armenküche sehen, in der täglich bis zu 250 Essen an Bedürftige ausgegeben werden - ausschließlich finanziert durch Spenden. Und dort ihre Rucksäcke leeren und Mitgebrachtes in Form von Konserven und Süßigkeiten abgeben.
Unser Fazit: Ein bisschen was haben wir dagelassen, ganz viel aber mitgenommen.
Fotos:
Bild links oben: Weihwasser gab es zum Mitnehmen in kleine Fläschchen abgefüllt
Bild links unten:Schulleiterin Claudia Hauptr auf dem Stadtfest am Abschlusstag der Missionale im Gespräch mit Bruder Rafael Dermund OFM
Bild rechts: Manna zum Probieren hielt Elke Chladek während der Ausstellungsführung bereit [Text und Fotos: Barbara Massing]
 

Mittwoch, 20. Mai 2009
Die Altenbergwallfahrt
Um 7.55h ging es in der Schulkapelle los. Herr Pfarrer Wirthmüller gab uns den Reisesegen und übergab uns das Kreuz und die "Notfallapotheke". Danach wurden alle Klassen auf Busse verteilt. Nach einer Dreiviertelstunde kamen wir bei einer Kirche in Odental an. Dort hatten wir eine Andacht. Danach machten wir ein kleines Picknick. Nachdem wir uns alle gestärkt hatten, brachen die Klassen einzeln auf den Weg zum Dom nach Altenberg auf. Unsere Klasse bekam das Kreuz und die Notfalltasche, da wir die ersten waren. Wir sind ca. 5km durch den Wald gegangen. Der Weg war zwar matschig, aber da das Wetter schön war, war es nicht so schlimm. Zwischendurch haben wir immer mal "ruhige 5 Minuten" gemacht, da die Wallfahrt ja auch besinnlich sein sollte. Als wir endlich am Altenberger Dom ankamen, trafen wir noch andere Klassen von erzbischöflichen Schulen. Nachdem wir uns etwas ausgetobt und etwas gegessen hatten, feierten wir im Dom einen Gottesdienst mit dem Weihbischof Melzer. Das Tollste am Dom war, dass er ein wunderschönes großes Fenster hatte. Nach dem Gottesdienst sind wir zum Busparkplatz gegangen und um ca. 16 Uhr wieder in Kaiserswerth angekommen. Die Wallfahrt war echt super! [Maria Esser, 6a]

     

 


6.
SchülerInnen erkunden Kirchen und Klöster in Düsseldorf

Einen erlebnisreichen Exkursionstag verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7d und 8c am Mittwoch, 6. Mai, zusammen mit Herrn Geuß und Frau Massing.
Ein erster Stopp galt dem historischen Ort des ehemaligen Kartäuserklosters Hain, das im Zuge der Erweiterung des Düsseldorfer Flughafens aufgelöst wurde, und an das nur noch eine Bronzefigur des Hl. Bruno und ein Modell des Klosters erinnern.
Von dort aus ging es weiter nach St. Bruno, der katholischen Kirche in Unterrath, die mit ihrem Namen noch an den Gründer und Namensgeber des Kartäuserordens erinnert. Hier gibt es an zentraler Stelle des Altarraumes eines der drei Baptisterien zu sehen, die es deutschlandweit gibt. Dieses basinartige Taufbecken, das in den Boden eingelassen ist, ermöglicht das vollständige Eintauchen des Täuflings in das Wasser bei der Spendung des Taufsakraments. Der wasserfallartige Zulauf, durch den das Taufbecken gespeist wird, soll an die Taufe im Jordan erinnern.
Doch gab es noch mehr in St. Bruno zu entdecken, hängt hier doch der diesjährige Ökumenische Kreuzweg der Jugend 2009. Die niederländische Künstlerin Cynthia Tokaya selbst war es, die die farbenfrohen Kreuzweg-Bilder vorstellte. Der Kreuzweg besteht aus einem langen Wandfries, der bei der Bearbeitung dann in sieben Einzelbilder und Themen aufgeteilt wird. In seinem Zentrum ist die Darstellung des gekreuzigten Christus zu sehen, dessen Antlitz sich bei genauem Hinsehen zum einen zum Betrachter hin ausrichtet, zum anderen schräg nach oben.
Von St. Bruno aus ging es weiter mit der Straßenbahn zum Franziskanerkloster in der Innenstadt, wo Bruder Antonius die Führung übernahm. Zunächst erklärte er die Klosterkirche, dann ging es durch die Sakristei in den Kreuzgang und weiter zum Refektorium, dem Speisesaal der Düsseldorfer Franziskaner. Viel Zeit gab es dann, all die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten: Wie wird man Franziskaner? Ist das Klosterleben anstrengend? Erhalten die Franziskaner so etwas wie Taschengeld? Darf man das Kloster verlassen, um Sport zu treiben? Kann man im Kloster fernsehen? Ist es schwer das Keuschheitsgebot zu halten? Diese und viele Fragen mehr wurden von Bruder Antonius beantwortet. Und dabei war Bruder Antonius das beste Beispiel dafür, dass die Franziskaner ein offenes Ohr für die Fragen und Anliegen der Menschen haben, die sich für sie und ihr Klosterleben interessieren. Ein wichtiger Aspekt der Fragerunde betraf die Arbeit der Düsseldorfer Franziskaner, die jeweils bis zu 250 Bedürftige an sechs Tagen in der Woche mit einer warmen Mahlzeit versorgen.
Zum Schluss überreichte Bruder Antonius jedem Gast ein Geschenk, das er letzte Woche erst aus Assisi mitgebracht hatte: Eine Lederkette mit dem hebräischen bzw. griechischen Buchstaben Tau, mit dem der Heilige Franziskus viele Briefe unterschrieb und das er als Segenszeichen verwendete. Dieses Umhängekreuz ist in Portiunkula gesegnet worden und trägt nun als Halsschmuck des ein oder anderen Exkursionsteilnehmers das franziskanische „Pax et Bonum“ in die Welt hinein. [Barbara Massing]